Konferenz 2019: Wohnen unter Druck

Die Konferenzreihe „Urbane Transformationen: Wohnen | Ressourcen | Öffentliche Räume“, deren erster Teil von 4. bis 6. November 2019 an der FH Campus Wien ausgerichtet wird, steht im Mittelpunkt der Aktivitäten von INUAS.

Überblick

Zum Auftakt der Reihe widmet sich Wien 2019 primär dem Thema „Wohnen“, in München wird sich 2020 alles um „Ressourcen“ drehen, gefolgt von der Konzentration auf „Öffentliche Räume“ 2021 in Zürich.

Mit dem Wiener Konferenzthema „Wohnen unter Druck. Dynamiken zwischen Zentren und Peripherien“ begibt sich das Netzwerk auf die Suche nach neuen Perspektiven auf soziales Wohnen und nachhaltige Entwicklung. Durch den inter- bzw. transdisziplinär aufgesetzten Dialog können gegenwärtige Herausforderungen in wachsenden Städten und Regionen mit besonderem Blick auf Gestaltungsmöglichkeiten und Innovationspotenziale diskutiert werden.

Schwerpunkt

Ein rapides Städtewachstum ist nicht nur mit wirtschaftlicher Prosperität, Entwicklung neuer Wissensgebiete und technologischer Innovation verbunden, sondern auch mit ökonomischer Ungleichheit, sozialer Polarisierung und ökologischen Folgekosten.

An den angespannten urbanen Wohnungsmärkten in europäischen und globalen Metropolen zeigen sich soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Spannungen zwischen Staat, Markt und Bevölkerung unter Wachstumsbedingungen besonders deutlich: Mangel an Wohnraum für eine zunehmende und mobile Bevölkerung, enorme Preissteigerungen bei Miet- und Eigentumswohnungen, rapide steigende Wohnkosten bei Haushalten mit geringen Einkommen.

Herausforderungen der Wohnraumversorgung

Die Nachverdichtung in attraktiven Lagen, die Verknappung öffentlicher Räume, die Aufwertung urbaner Zentren und einhergehende Verdrängungseffekte stellen ebenso wie die Entwicklung neuer Quartiere und öffentlicher Infrastruktur bei begrenzten städtischen Budgets und Flächenkapazitäten vielerorts große Herausforderungen der Wohnraumversorgung dar.

Der demographische Wandel, wachsende Umweltbelastungen und ungleiche Lebensbedingungen erhöhen zugleich den Handlungsdruck auf staatliche Akteur*innen und demokratische Verfahren, sozialinklusive, gesundheitsfördernde und ressourceneffiziente Wohnpolitiken zu entwickeln.

Transformation des Wohnens

Vor diesem Hintergrund vollziehen sich komplexe Dynamiken zwischen Zentren und peripheren Stadtgebieten, in denen sich urbane Funktionen verschieben, neue Muster der Suburbanisierung herausbilden und sich Wohnorte und Lebensräume rasant wandeln.

In dieser Transformation des Wohnens stellt sich eine Vielzahl an transdisziplinären und angewandten Fragestellungen, um die Anbindungs-, Versorgungs- und Lebenssituation städtischer Bevölkerung zu sichern und Alternativen einer nachhaltigen Entwicklung von Wohngebieten gestalten zu können.

Die Mitglieder